Lama Tendar schließt die Legung des Mandala mit einer Puja (buddhistische Andacht) ab und präsentiert sein fertig gestelltes Mandala.
Christine Gradl, geboren1948 in Vilseck, lebt in Hirschau in der Oberpfalz. Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen von Lyrik und Kurzprosa in Literaturzeitschriften, Anthologien und eigenen Werken. Mittlerweile sind 7 Bücher von ihr erschienen, davon die beiden Haikubände „Wortraum“ und „Paradies
Plitvice“. Kulturpreisträgerin der Stadt Hirschau 2003, 3. Preis beim 1. Deutschen Internet-Haiku-Wettbewerb 2003.
Haiku
Rüdiger Heins, der Gründer des INKAInstitutes für Kreatives Schreiben in Bad Kreuznach, hat in seinem Vorwort zu meinem Haikubuch „Wortraum“ geschrieben: „Haiku-Gedichte sind zarte Aquarelle, die mit den Farbnuancen der Worte zu Papier gebracht werden. Haikudichter und -dichterinnen bedienen sich dieser kürzesten Form der Dichtkunst, die wir in der Literaturgeschichte kennen, um Gefühle, Gedanken, Erkenntnisse, Naturimpressionen und Fantasien zu Papier zu bringen. Die lyrische Form des klassischen Haiku, in einer Textkulisse von drei Zeilen, beschränkt sich auf siebzehn Silben (erste Zeile fünf Silben, zweite Zeile sieben Silben, dritte Zeile fünf Silben). Sie hat in Japan eine lange Tradition, wobei sich die Anfänge der japanischen Lyrik im Niemandsland der schriftlosen Vorzeit verlieren. Erst mit der Einführung chinesischer Schriftzeichen im Jahre 375 n. Chr. wurden die ersten poetischen Fragmente japanischer Dichtkunst zu Papier gebracht. Der Begriff Haiku bedeutet im Japanischen Uta, wörtlich übertragen: Gesang – ein Hinweis darauf, dass Haiku-Gedichte ein rhythmisches Klangerlebnis mit Sprache sind...“ (soweit Rüdiger Heins)
Glockengeläut
Frischer Wind
bläst mir ins Gesicht